Sven Scholzs Kommentar dazu: Im Zuge der Hochwasserkatastrophen speziell im Süden von Deutschland haben an vielen Orten auch Flüchtlinge nahegelegener Flüchtlingsunterkünfte bei den Aufräumarbeiten mitgeholfen und den betroffenen Menschen vor Ort geholfen. Es gibt eine Menge Berichte direkt Betroffener, die sich explizit bedanken, somit steht grundsätzlich außer Frage, dass dies auch so geschehen ist. Jetzt gibt es Spezialisten, die unter jedes „Danke“ gegenüber solchen Flüchtlingen oder jeden Bericht über solche Hilfen und Hilfsangebote „LÜGENPRESSE! INSZENIERUNG! SCHWÄBISCH-GMÜND!!!“ husten müssen, weil es in Schwäbisch-Gmünd offenbar ein Kamerateam gab, das nach den Aufräumarbeiten um Bildmaterial zu erhalten noch einmal ein paar Szenen nachstellte. Zwischendurch hieß es noch, das sei der ORF gewesen, was sich inzwischen als Quatsch rausstellte. Aber das ist IMO auch nicht wichtig. Ich hatte beim ersten Kommentar, der einen Link zu Schwäbisch-Gmünd brachte schon geschrieben, dass es zum einen üblich sei, dass man für Bildmaterial nochmal Szenen nachstellt, wenn man keine Originale hat. Und auch dass, selbst wenn es eine „Inszenierung“ irgendwo gab, und selbst wenn diese irgendwie „fishy“ gewesen wäre (was sie nicht war, s.u.), dies nicht heißt, dass die vielen anderen Hilfen, die Flüchtlinge andernorts leisteten, nie stattgefunden hätten. Und es nicht ein „Entweder halfen sie oder es gab eine Inszenierung“ hieße, sondern „Sie halfen vielerorts und vielleicht gabs an einem eine Inszenierung, warum auch immer“. Dass freilich Menschen, die Flüchtlinge grundsätzlich aus einer menschenfeindlichen Haltung heraus betrachten, sich ihre Welt mit Hilfe der ersten Möglichkeit „schön“ reden, dagegen ist wohl nichts zu machen. Ich hoffe aber, dass alle anderen, die sich vielleicht im ersten Moment von solchen Leuten verunsichern haben lassen, zu einer realistischeren Einschätzung zurückfinden. „[…] Das Team war erst spät nach dem Unwetterunglück zu Dreharbeiten angereist. Da der überwiegende Anteil der akuten Hilfeleistungen der Unglücksnacht und des Folgetages zu diesem Zeitpunkt bereits beendet waren, baten die TV-Journalisten darum, an der Zufahrtsstrecke in die Stadt – an der das Drehteam noch das vom Wasserschaden betroffene Mobiliar vorfand – nochmals einige Hilfsszenen nachzustellen. Es bestand dabei der Wunsch, speziell hier auch Flüchtlinge zu filmen, da diese bereits in den Tagen zuvor an anderer Stelle mit angepackt hatten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gmünder Flüchtlingsbetreuung haben auf diesen Wunsch hin den Kontakt zu den Flüchtlingen hergestellt. Es gab zu keinem Zeitpunkt eine Anweisung der Gmünder Stadtspitze, speziell auch durch Oberbürgermeister Richard Arnold, hier eine Inszenierung vorzunehmen. Der Oberbürgermeister und die Dezernenten waren über diese Dreharbeiten und diesen Wunsch des Teams nicht informiert und hatten in den Aufregungen dieser Geschehnisse und Tage auch weder die Möglichkeit, den Wunsch, noch die Zeit sich mit Detailfragen einer Medienanfrage zu beschäftigen. […]“

Sven Scholzs Kommentar dazu:

Im Zuge der Hochwasserkatastrophen speziell im Süden von Deutschland haben an vielen Orten auch Flüchtlinge nahegelegener Flüchtlingsunterkünfte bei den Aufräumarbeiten mitgeholfen und den betroffenen Menschen vor Ort geholfen. Es gibt eine Menge Berichte direkt Betroffener, die sich explizit bedanken, somit steht grundsätzlich außer Frage, dass dies auch so geschehen ist.

Jetzt gibt es Spezialisten, die unter jedes „Danke“ gegenüber solchen Flüchtlingen oder jeden Bericht über solche Hilfen und Hilfsangebote „LÜGENPRESSE! INSZENIERUNG! SCHWÄBISCH-GMÜND!!!“ husten müssen, weil es in Schwäbisch-Gmünd offenbar ein Kamerateam gab, das nach den Aufräumarbeiten um Bildmaterial zu erhalten noch einmal ein paar Szenen nachstellte.

Zwischendurch hieß es noch, das sei der ORF gewesen, was sich inzwischen als Quatsch rausstellte. Aber das ist IMO auch nicht wichtig. Ich hatte beim ersten Kommentar, der einen Link zu Schwäbisch-Gmünd brachte schon geschrieben, dass es zum einen üblich sei, dass man für Bildmaterial nochmal Szenen nachstellt, wenn man keine Originale hat. Und auch dass, selbst wenn es eine „Inszenierung“ irgendwo gab, und selbst wenn diese irgendwie „fishy“ gewesen wäre (was sie nicht war, s.u.), dies nicht heißt, dass die vielen anderen Hilfen, die Flüchtlinge andernorts leisteten, nie stattgefunden hätten. Und es nicht ein „Entweder halfen sie oder es gab eine Inszenierung“ hieße, sondern „Sie halfen vielerorts und vielleicht gabs an einem eine Inszenierung, warum auch immer“.

Dass freilich Menschen, die Flüchtlinge grundsätzlich aus einer menschenfeindlichen Haltung heraus betrachten, sich ihre Welt mit Hilfe der ersten Möglichkeit „schön“ reden, dagegen ist wohl nichts zu machen. Ich hoffe aber, dass alle anderen, die sich vielleicht im ersten Moment von solchen Leuten verunsichern haben lassen, zu einer realistischeren Einschätzung zurückfinden.

„[…] Das Team war erst spät nach dem Unwetterunglück zu Dreharbeiten angereist. Da der überwiegende Anteil der akuten Hilfeleistungen der Unglücksnacht und des Folgetages zu diesem Zeitpunkt bereits beendet waren, baten die TV-Journalisten darum, an der Zufahrtsstrecke in die Stadt – an der das Drehteam noch das vom Wasserschaden betroffene Mobiliar vorfand – nochmals einige Hilfsszenen nachzustellen.

Es bestand dabei der Wunsch, speziell hier auch Flüchtlinge zu filmen, da diese bereits in den Tagen zuvor an anderer Stelle mit angepackt hatten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gmünder Flüchtlingsbetreuung haben auf diesen Wunsch hin den Kontakt zu den Flüchtlingen hergestellt.

Es gab zu keinem Zeitpunkt eine Anweisung der Gmünder Stadtspitze, speziell auch durch Oberbürgermeister Richard Arnold, hier eine Inszenierung vorzunehmen.

Der Oberbürgermeister und die Dezernenten waren über diese Dreharbeiten und diesen Wunsch des Teams nicht informiert und hatten in den Aufregungen dieser Geschehnisse und Tage auch weder die Möglichkeit, den Wunsch, noch die Zeit sich mit Detailfragen einer Medienanfrage zu beschäftigen. […]“

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s